
Der Ausdruck Klavier bezeichnete ursprünglich die Gesamtheit der Claves (Clavis) im Sinne von Tasten eines Instruments (Klaviatur). Daraus wurde die Bezeichnung für die klassischen Tasteninstrumente Orgel, Clavicembalo, Clavichord und Pianoforte abgeleitet, die bis zum Ende des 18. Jh. die Gruppe der »clavierten Instrumente« bildeten und im Barock den Fundamentinstrumenten zugehörten. Die Klaviermusik bis ins 18. Jh. hinein war grundsätzlich auf allen Klavieren ausführbar, die verschiedene Art der Tonerzeugung war hier sekundär. - In der 2. Hälfte des 18. Jh. wurde unter Klavier vorwiegend das Clavichord, seit etwa 1800 das Pianoforte und ab der 2. Hälfte des 19. Jh. das Pianino verstanden. (Zur Geschichte des Klaviers vgl. auch Max Weber: Klavier u. Orgel)

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Berlin, 29.07.2010 • 22:23:56








